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Ansprechpartner in bezug auf alle Probleme des Studiums der Wirtschaftsinformatik an den Hochschulen, Spezies Fachhochschulen, und der Wirtschaftsinformatik als anwendungsbezogene Wissenschaft fGr Studienbewerber/Studenten, fGr andere Vereinigungen im Hochschulbereich, Beh?rden/Ministerien, Wirtschaft und >ffentlichkeit, auch auf internationaler Ebene. Mitglieder im Arbeitskreis Wirtschaftsinformatik an Fachhochschulen (AKWI im FBTI) Mitglied im AKWI kann jede Hochschule der Spezies Fachhochschule der Bundesrepublik Deutschland werden, die einen eigenstndigen Studiengang der Wirtschaftsinformatik anbietet bzw. die im Rahmen eines betriebswirtschaftlichen Studiengangs den Schwerpunkt oder die Vertiefung Wirtschaftsinformatik mit mindestens ca. 25 bis 30 SWS Wirtschaftsinformatik fGhrt. Mitgliederstand 8/97: 45 Hochschulen, 1 studentischer Vertreter #e2PkC P# Alle Schriften des Fachbereichstages Informatik sind auf Anfrage (email: sc@etinf.fhoemden.de) oder Gber den WWWServer des Fachbereichstages Informatik (http://fbti.etinf.fhoemden.de) verfGgbar.  Ver?ffentlichungen mit Angabe der Quelle erlaubt.1222hh  g (uas ~J # `2PkCP#"Wirtschaftsinformatik" an Fachhochschulen der fachliche Rahmen`T"#\   y`0dddy (v ~J # `2PkCP#`"#)Arbeitskreis Wirtschaftsinformatik an Fachhochschulen   y`0dddy   # :s2PkC/XP#+a1 Vorwort ă An zahlreichen Hochschulen ist in den vergangenen beiden Jahrzehnten die Wirtschaftsinformatik als eigenstndiger Studiengang etabliert worden. Dies geschah vor allem auch aufgrund der regen Nachfrage der Wirtschaft nach Absolventen mit einem bestimmten, eben fGr "Wirtschaftsinformatik" charakteristischen Bildungsprofil. Damit k?nnte man sich eigentlich zufrieden geben: die Absolventen sind gesucht, weil sie offenbar Gber das richtige Wissen verfGgen. Die Verantwortlichen an den Hochschulen sehen sich jedoch zunehmend mit der Notwendigkeit (Verfestigung bzw. Etablierung einer Wissenschaft) konfrontiert, die Konzepte im Nachhinein zu objektivieren. Dies beinhaltet nach Zeiten der dynamischen, auch gelegentlich divergierenden, Entwicklungen an den einzelnen Hochschulen auch die Notwendigkeit, einen fachlichen Rahmen zu formulieren. Dieser soll beschreiben, was unter Wirtschaftsinformatik verstanden werden kann, welche Kompetenzen im Studium vermittelt werden und welche Anforderungen an die Absolventen gerichtet werden k?nnen, weil sie Gber eine entsprechende Ausbildung verfGgen. Solch ein Vorhaben der Definition eines fachlichen Rahmens trifft auf schwierige Definitionsprobleme. Diese sind den Verfassern dieses Rahmens bewut. Ein zweites gravierendes Problem ist, dass die Schnittmenge mehrerer tragfhiger Konzepte nicht selber wieder ein Konzept sein muss, geschweige denn ein gutes. Diese Probleme wurden wie folgt gel?st: Es wird eine przise Definition des Begriffes "Wirtschaftsinformatik" vermieden. Es werden jedoch einige Aspekte, die bei einer Beschreibung des Begriffs besonders wichtig erscheinen, hervorgehoben. Dieser Konsens stellt zunchst eine Schnittmenge dar, die aber von verschiedenen Konzepten, die sich bisher an einigen Hochschulen als ausdrucksstark erwiesen haben und damit Vorbildcharakter auch fGr andere haben k?nnen, erweitert wird. Diese ZusammenfGhrung ist aber nur soweit betrieben worden, dass das gesamte Papier noch als Rahmen konsensfhig bleibt. Eine Vereinigungsmenge aller irgendwo vertretenen Konzepte wre auerordentlich umfangreich und unGbersichtlich geworden und daher nicht mehr als Leitfaden nGtzlich. Einzelne Studiengnge haben spezielle inhaltliche Schwerpunkte, die nicht berGcksichtigt wurden. Sie stellen sinnvolle Spezifika dar, die Gber den hier beabsichtigen Rahmen hinausgehen. Dies ist vertretbar: Es kommt aus der Sicht dieses Papiers nur darauf an, den Rahmen zu formulieren, der von allen mitgetragen werden kann. Damit erfGllt das Papier hoffentlich die Funktion eines Leitfadens und Diskussionsbeitrages. Als Muster fGr ein Curriculum oder gar fGr eine PrGfungsordnung ist dieses Papier jedoch v?llig untauglich. Es beabsichtigt gewissermaen nur, das Urmaterial explizit zu benennen, aus dem heraus ein Studiengang geformt werden kann zuzGglich der wichtigsten Konzepte, die dabei beachtet werden sollten. X` hp x (#%'0*,.8135@8:konomie zu betrachten. Die grundlegende  R, ?konomische Kompetenz, die fGr Wirtschaftsinformatiker wesentlich ist, wurde vor allem unter der fachlichen Kompetenz oben schon angesprochen.  RT/ Soziale Kompetenz bedeutet, mit anderen Menschen partnerschaftlich kommunizieren zuT/2k0k0 k?nnen. Dabei ist es u.a. erforderlich, egoistische AnsprGche zurGckzustellen, zuh?ren zu k?nnen und die Gedanken der anderen aufzugreifen. Die Kommunikation mit dem Anwender und Benutzer von Systemen und Konzepten ist fGr Wirtschaftsinformatiker die entscheidende Basis fGr die Umsetzung neuer L?sungen. Entwicklungsarbeit wird zumeist im Team geleistet. Hier ist ebenfalls soziale Kompetenz (Teamfhigkeit) ein entscheidender Erfolgsfaktor.  R_ Praxisorientierung wird innerhalb von Fachhochschulen durch eine Vielzahl an Einzelmanahmen sichergestellt. Die Professoren an Fachhochschulen bringen eine mehrjhrige Berufserfahrung auerhalb des Hochschulbereiches mit. Im Laufe der Ttigkeit an der Hochschule werden FuE-Vorhaben in praxisbezogenen Themenbereichen und im direkten Kontakt mit Firmen durchgefGhrt. Forschungssemester, insbesondere mit der Praxis, bilden eine wesentliche Ergnzung, k?nnen aber nur ganz selten realisiert werden. In Bezug auf die Studierenden manifestiert sich Praxisorientierung u.a. durch die Verzahnung der Studiensemester an der Hochschule mit Studiensemestern in der Praxis und durch praxisorientierte Diplomarbeiten. Vorlesungen konzentrieren sich auf praxisorientierte Inhalte. Praktika, Seminare und Workshops werden hufig als Teil von Projekten in Kooperation mit Wirtschaftsunternehmen durchgefGhrt. In der Ausbildung kommt dementsprechend aktuelle Software fGr kommerzielle Anwendungen zum Einsatz.  R4 Transferkompetenz beinhaltet auch die Fhigkeit, die entwickelten Konzepte gegenGber Skeptikern verstndlich machen zu k?nnen. Die Nutzenpotentiale sollen auch fachfremden Personen deutlich werden. Soziale Implikationen der Konzepte mGssen ins Bewutsein gerGckt werden (Technikfolgenabschtzung). Die Transferkompetenz ist damit auch eine wichtige Basis fGr die vertriebliche Kompetenz (etwas verkaufen k?nnen). Grundlage sind Prsentationstechniken, aber auch differenzierte Kenntnisse der Nutzungsbedingungen technischer Hilfmittel und Werkzeuge. Bestandteil der Transferkompetenz ist auch die Beratungskompetenz (zunehmend wichtig beim Einsatz von Standardsoftware).  YN  2-- Die inhaltlichen Empfehlungen   PH  2.1-- EinfGhrung Im Vordergrund des Studiums der Wirtschaftsinformatik steht die Ausbildung zum Systemarchitekten betrieblicher Informationssysteme. Dabei ist auch die konkrete Realisierung dieser Systeme eine hochqualifizierte Ttigkeit und deshalb im Berufsbild des Systemarchitekten mit eingeschlossen. Das Qualifikationsprofil von Absolventinnen und Absolventen kann somit wie folgt beschrieben werden (vgl. [Bischoff-90] sowie [Bischoff-95]): |-- Beherrschen von Grundstzen der besonderen Problematik der informationellen und prozemigen Verflechtung aller betrieblichen Bereiche von Industrie-, Handwerk-, Handels-, Bank- und Versicherungs- und weiteren (Dienstleistungs)Betrieben (= Business-Orientierung)#- |-- Erkennen der Kommunikationsstrukturen im Betrieb einschlielich der Schnittstellen zur Auenwelt; DurchfGhrung von Kommunikationsanalysen (= Vernetzung)#- |-- Umsetzung der Erkenntnisse in Systemstrukturen. Planung und Realisierung von Anwendungssystemen auf theoretisch-methodischer wie IV-technischer Ebene im Sinne der "praktischen" Integration von Standardanwendungssoftware, Componentware und Eigenentwicklung (= Informationssysteme und Informationstechnologie)#- |-- Entwurf und Realisierung organisatorischer und IV-organisatorischer Vorgehensmodelle (=Methodik, Beratungskompetenz, Organisationskompetenz, Dienstleistungskompetenz)#-z/ 2k0k0Ԍ|-- Beurteilung und BerGcksichtigung gesellschaftlicher und individueller Prozesse im Spannungsfeld Mensch/Technologie/Unternehmen/Staat (= Sozialkompetenz)#- |-- Beherrschen der Informationsverarbeitung als Werkzeug fGr Kommunikation und Marketing (= Einsatzkompetenz)#- Um diesen Zielvorstellungen gerecht zu werden, erfolgt im folgenden Kapitel eine Darstellung der Lehrziele. Dabei werden die Kenntnisse und Fhigkeiten definiert, die Studierende der Wirtschaftsinformatik erwerben sollten. Die daraus ableitbare Zusammenstellung m?glicher Inhalte dient einer Konkretisierung des jeweils angesprochenen Gebietes und benennt zugeh?rige Methoden und Verfahren. In der Informatik kann generell die Begriffsbildung und die Methodendiskussion noch nicht als abgeschlossen gelten. Der hufige Paradigmenwechsel zeigt dies eindrucksvoll. Vorschlge fGr konkrete Inhalte stoen daher leicht auf gegenteilige oder abweichende, auf anderer Erfahrungsbasis beruhende Meinungen und laufen Gefahr, schnell zu veralten. Dies gilt in besonderem Mae auch fGr die Wirtschaftsinformatik. Die Vorschlge sind somit keinesfalls als Richtlinie, sondern lediglich als Anregung zur Ausarbeitung von Curricula zu betrachten. Die Auswahl der Lehrinhalte erfolgt unter dem Paradigma von Wissenschaftlichkeit und Praxisorientierung der Fachhochschulen und orientiert sich an den Aufgaben, die ein Wirtschaftsinformatiker im Beruf erfGllen k?nnen sollte. Dabei wird eine Mischung angestrebt aus Kenntnissen, die im Berufsleben direkt nGtzlich bzw. notwendig sind, und den theoretischen und methodischen Grundlagen. Insbesondere im Bereich der methodischen Grundlagen k?nnen sich die Lehrinhalte der Wirtschaftsinformatik zum Teil mit Lehrinhalten anderer Studiengnge Gberdecken. Dies hat zum Beispiel zur Folge, da die "Methoden der Wirtschaftsinformatik" auch Gebiete der theoretischen Informatik beinhalten.  P  2.2-- Fbersicht 1-- Wirtschaftsinformatik-Grundlagen -- 1.1Wirtschaftswissenschaftliche Grundlagen -- 1.2Systemtheoretische Grundlagen (Systems Engineering) -- 1.3Formale Grundlagen 2-- Methoden in der Wirtschaftsinformatik -- 2.1Ausgewhlte Kapitel der Theoretischen Informatik -- 2.2Programmkonstruktion und Programmierung -- 2.3Grundlagen von Rechnersystemen und Betriebssystemen -- 2.4Informations- und Kommunikationssysteme -- 2.5Modellierung von Informationssystemen -- 2.6Dokumente und Information Retrieval -- 2.7Aufwandsschtzungen und Wirtschaftlichkeitsanalysen 3-- Methodik der Wirtschaftsinformatik -- 3.1SystementwicklungW W #W W # -- 3.2Informationsmanagement -- 3.3Management von IV-Projekten 4-- IS-Anwendungen / IV-Anwendungen -- 4.1Wandlung der Datenverarbeitung zur Informationsverarbeitung -- 4.2Funktionale IV-Anwendungen -- 4.3Institutionelle IV-Anwendungen -- 4.4Kommunikative IV-Anwendungen. 2k0k0Ԍ5-- Basisgebiete fGr die Wirtschaftsinformatik -- 5.1Rechtliche Aspekte der Wirtschaftsinformatik -- 5.2Volkswirtschaftliche und gesellschaftliche Aspekte -- 5.3Rhetorik und Prsentationstechnik -- 5.4Wirtschafts-Fremdsprachen -- 5.5Methodik des wissenschaftlichen Arbeitens  PH  2.3-- Lehrziele  P  2.3.1Wirtschaftsinformatik-Grundlagen  P  2.3.1.1Wirtschaftswissenschaftliche Grundlagen Ziel ist die Vermittlung der wirtschaftswissenschaftlichen Grundlagen, ohne die ein Verstndnis kommerzieller Anwendungssysteme nicht m?glich ist. Wirtschaftsinformatiker mGssen die Fundamente der betriebswirtschaftlichen Theorie und der realen Welt verstehen und in der Lage sein, grundstzliche Zusammenhnge zu erkennen. Hierzu geh?rt auch die Vermittlung grundlegender wirtschaftswissenschaftlicher Theorien zum Verstndnis komplexer Wirtschaftssysteme. Neben einem Fberblick Gber die gesamte Volks- und Betriebswirtschaftslehre erfolgt eine Auswahl spezieller Schwerpunkte unter besonderer BerGcksichtigung der Berufsfelder des Wirtschaftsinformatikers. Insbesondere sind Aufgaben, typische betriebliche Entscheidungsprobleme und Arbeitsmethoden der Hauptfunktionsbereiche von Unternehmungen in der Komplexitt des betrieblichen Geschehens und der Vielfalt betriebswirtschaftlicher Fragestellungen zu vermitteln, wobei auch gesamtwirtschaftliche Zusammenhnge und der Bezug zum Wirtschaftsrecht mit einzubeziehen sind. Durch das Verstndnis fGr klassische betriebswirtschaftliche Funktionsbereiche wird es Wirtschaftsinformatikern erm?glicht, IVL?sungen fGr die jeweiligen betrieblichen Anwendungsgebiete zu planen und zu realisieren.  P   2.3.1.2Systemtheoretische Grundlagen Wirtschaftsinformatiker mGssen befhigt werden, Systeme zu gestalten, d. h. Systementwicklung auf der Basis der Analyse komplizierter Systeme und Entwurf von DV-Anwendungssystemen verantwortlich durchzufGhren. Dabei steht die Vermittlung ganzheitlichen Denkens im Mittelpunkt. Das Systemherangehen ist als allgemeine wissenschaftliche Methodik zu begreifen, die den Zusammenhang, die globale Vernetzung und VerknGpfung der Einzelprozesse zu erfassen erlaubt. Die Gesamtheit der Methoden zur Strukturierung und Entwicklung komplizierter Systeme vermittelt Studierenden |-- eine Denkkultur, die u. a. Systemanalyse, Systemplanung, Software Engineering, Prozemodellierung, Datenorganisation und Datenmodellierung sowie Operations Research gemeinsam ist,4#- |-- wesentliche Grundlagen fGr die Entwicklung von Anwendungssystemen,#- -- Verstndnis fGr die Probleme der angewandten Automatisierung, 4|-- die theoretische Fundierung fGr Grundlagen und Tools, die gegenwrtig in der Wirtschaftsinformatik bereitgestellt werden.#- Wirtschaftsinformatiker mGssen die Komplexitt moderner Anwendungen im Interesse einer sach- und benutzeradquaten, wirtschaftlichen und zGgigen Systementwicklung beherrschen.l/ 2k0k0ԌBesondere Kennzeichen professionell wirtschaftsinformatorischer Gestaltung sind die  R Begriffe der Integration und der Architektur. DarGberhinaus besitzt die Ergonomie von  R Anwendungssystemen eine auerordentlich wichtige Querschnittsfunktion und wird deshalb hier eingereiht.  R Integration fGhrt dazu, da Systeme mit verschiedenen (Teil) Zielsetzungen in allen m?glichen Aspekten kooperieren und Dienstleistungen voneinander nutzen, anstatt diese jeweils neu zu implementieren. FGr weitgehende Integration der Anwendungen gibt es ?konomische Gesichtspunkte (z. B. Vermeidung von doppelter Erfassung von Daten) als auch technische Gesichtspunkte (z. B. Fehlervermeidung, Wiederverwendung, Teilsystem-Gbergreifende Konsistenz). Im Rahmen der Systementwicklung entsteht weiterhin die Notwendigkeit, komplexe Probleme in Bestandteile zu zerlegen. Die daraus entstehenden Teill?sungen mGssen dann natGrlich wieder integriert werden. Es ist ein wesentlicher Inhalt des Wirtschaftsinformatikstudiums, den Begriff der Integration in allen technischen und wirtschaftlichen Dimensionen zu diskutieren, zumal Absolventen spter im Berufsleben hier immer noch Fberzeugungsarbeit leisten mGssen.  Ry Architektur beschreibt auf abstrakter Ebene den Aufbau eines Systems aus Komponenten, die Gber Schnittstellen miteinander kommunizieren. Systeme mGssen in Komponenten aufgebaut werden, um in Entwicklung, Einsatz und Weiterentwicklung beherrschbar zu sein. Daher ist, wie in technischen Disziplinen, die strukturelle Gestaltung des Systems vorrangiger Studieninhalt auch in der Wirtschaftsinformatik.  R Ergonomie besitzt gerade fGr Wirtschaftsinformatiker eine absolut grundlegende Bedeutung. Immerhin bedeutet die EinfGhrung von betrieblichen Informationssystemen fGr zahlreiche Anwender eine Umgestaltung ihrer Arbeitspltze, die aufgrund m?glicher sozialer Konsequenzen mit sehr groer Umsicht zu erfolgen hat. HierfGr ben?tigen Wirtschaftsinformatiker entsprechende Kompetenz. (zu den Inhalten vgl. [Maa-93a] sowie [Maa-93b]) Der System- und Modellbegriff und damit Integration, Architektur und Ergonomie sind Grundthemen, die die gesamte Wirtschaftsinformatik durchziehen und die dabei aus allen wirtschaftlichen und technologischen Blickwinkeln beeinflusst werden.  P  2.3.1.3Formale Grundlagen Aufgrund der Interdisziplinaritt der Wirtschaftsinformatik sind formale und auch quantitative Methoden, z.B. die mathematischen Grundlagen bis hin zu komplexen Optimierungsrechnungen, grundlegender Bestandteil eines Wirtschaftsinformatik-Studiums. In der betriebswirtschaftlichen Ausbildung sowie in der Ausbildung zur EntscheidungsunterstGtzung sind zum Beispiel Optimierungsmethoden in die betriebliche Entscheidungsfindung einzuordnen. Der Studierende hat sich mit den theoretischen Grundlagen der EntscheidungsunterstGtzung in der >konomie vertraut zu machen sowie die M?glichkeiten und Probleme einer computergestGtzten Planung und EntscheidungsunterstGtzung zu begreifen. Ausgehend von den Konzepten und Realisierungen entscheidungsunterstGtzender Systeme sind die Entwicklungslinien zu erkennen. In obigem Kontext sind Grundkenntnisse zur Nutzung von Methoden zur EntscheidungsunterstGtzung in der Wirtschaft einschlielich entsprechender Softwarel?sungen zu erwerben. Ausgehend von den den mathematischen Modellen zugrundeliegenden Modellhypothesen sind dabei auch die Grenzen mathematisch-?konomischer Modelle und ihres Einsatzes in der Wirtschaftspraxis zu diskutieren.T/ 2k0k0ԌDarGberhinaus hat das mathematisch-logische Denken fGr alle Bereiche der Wirtschaftsinformatik eine grundlegende Bedeutung. Neben der Vermittlung der konkreten fachlichen Grundlagen bedeutet dies die F?rderung der Fhigkeit zur Abstraktion und Modellbildung. Letztlich muss hier auch die Basis zur Methodenkompetenz gelegt werden.  P_  2.3.2Methoden in der Wirtschaftsinformatik  P1  2.3.2.1Ausgewhlte Kapitel der Theoretischen Informatik Die Kenntnis von ausgewhlten Methoden der Theoretischen Informatik ist notwendige Voraussetzung fGr ein tiefergehendes Verstndnis zahlreicher Konzepte der Wirtschaftsinformatik. Insbesondere die Beurteilung geeigneter L?sungsanstze bei Problemen der System- und Anwendungsentwicklung erfordert Kenntnis grundlegender theoretischer Konzepte.  Pb  2.3.2.2Programmkonstruktion und Programmierung Die Vorgehensweise bei der Umsetzung von Probleml?sungsanstzen in lauffhige Programme und die Methodik der Programmentwicklung stehen im Mittelpunkt dieses Lehrinhalts. Konzepte einzelner Programmiersprachen sollen dargestellt werden, um deren Leistungsfhigkeit bei der L?sung praktischer Probleme beurteilen zu k?nnen. Dazu ist es notwendig, die Paradigmen kennenzulernen, die unterschiedlichen Programmiersprachen zugrunde liegen. Die Beherrschung einer oder mehrerer in der Praxis relevanten Programmiersprachen wird anhand praktischer ProgrammierGbungen erzielt, deren Thematik sich an betriebswirtschaftlichen Anwendungen orientiert. Dabei soll auch die Fhigkeit zum Erlernen weiterer Programmiersprachen gef?rdert werden. Die DurchfGhrung dieser Konstruktions- und ProgrammierGbungen zu nicht-trivialen, komplexen Aufgabenstellungen soll auf die speziellen Probleme hinweisen, die sich bei kooperativer Programmentwicklung ergeben k?nnen. Schlielich sollten Erfahrungen im Umgang mit Software-Entwicklungs-Umgebungen (auch CASE-Tools), Benutzungsschnittstellen und der Entwicklung und Integration von Componentware vermittelt werden.  P!  2.3.2.3Grundlagen von Rechnersystemen und Betriebssystemen Kenntnisse Gber die Architektur und die Funktionsweise von Rechnersystemen/-netzen bilden eine weitere wichtige Grundlage fGr die Behandlung betrieblicher Anwendungssysteme. Fragen des prinzipiellen Aufbaus von (verteilten) Hardwaresystemen, Betriebssystemen, systemnaher Softwarekomponenten und ihr Zusammenspiel stehen im Vordergrund. Das Verstndnis verschiedener Hardware- und Betriebssystemarchitekturen bezGglich Funktionalitt und problemorientierten Einsatzm?glichkeiten soll gef?rdert werden. Ebenso sollen die Fhigkeiten, zukGnftige Entwicklungen auf dem Gebiet der IV-Systeme verfolgen und beurteilen zu k?nnen, entwickelt werden. Praktische Fbungen sollen exemplarisch den Umgang mit in der Praxis gngigen Betriebssystemen und Benutzungsschnittstellen vertiefen. - 2k0k0  P  2.3.2.4Informations- und Kommunikationssysteme Kenntnisse Gber Informations- und Kommunikationssysteme und deren Anwendung in Unternehmen bilden die Grundlage fGr den Einsatz der Informationstechnologie (IT). Datenbanken und Netze werden eingesetzt, um Informationen zu speichern und sie dem Anwender zugnglich zu machen. Themen wie die anwendungsorientierte Bewertung von Werkzeugen, die Einbindung betrieblicher Standardanwendungssoftware in eine DVInfrastruktur, Fragen der Softwareanpassung (einschlielich der von Benutzerschnittstellen) stellen weitere Verbindungen zu Anwendungssystemen her. Von zentraler Bedeutung sind Kenntnisse Gber Rechnernetze und Gber die Sprach- und Datendienste integrierenden Kommunikationssysteme (auch Internet). Neben der Vermittlung der erforderlichen theoretischen Grundlagen wird besonderer Wert darauf gelegt, da die Studierenden mit modernen Systeml?sungen arbeiten, komplexe Netzl?sungen und Kommunikationsinfrastrukturen zur Automatisierung betrieblicher Prozesse entwerfen und betreuen sowie vorhandene und neue Systeme bewerten k?nnen.  Pb  2.3.2.5Modellierung von Informationssystemen Im Rahmen der Systemplanung muss stets ein semantisches Modell der Aufgabenstellung in enger Kooperation mit dem Anwender erarbeitet werden, das zugleich als Vorbild fGr eine Realisierung des neuen Systems dienen kann. Dieser Modellierungsproze ist von vielen Problemen gekennzeichnet: |-- Fachleute verschiedener Gebiete mGssen interdisziplinr zusammenwirken. Daher muss die Ausbildung von Wirtschaftsinformatikern besonders die soziale Kompetenz im Umgang mit Menschen betonen, und auch die Transferkompetenz, die erforderlich ist, um neue Konzepte dem skeptischen Anwender nahezubringen.#- |-- Monopole mGssen m?glichst vermieden werden. Diese entstehen etwa dann, wenn Informationstechniker Beschreibungsmittel anbieten, die sich ausschlielich an den Erfordernissen der Technologie orientieren, jedoch den Anwender allein durch die Beschreibungssprache ausschlieen. Der Anwender muss dann seine m?glichen Bedenken in einer ihm fremden Begriffswelt artikulieren, ihm wird gewissermaen seine Sprache weggenommen. Informatiker mGssen die Beschreibungsmittel so whlen, da der Anwender seine Begriffswelt nicht verlassen muss. Prototyping ist hier eine Vorgehensweise mit wachsender Bedeutung, denn der Anwender kann sich meist erst artikulieren, wenn er sieht, was er schlielich als System erhalten wird.#- |-- Die unter dem Begriff "Methode" weithin angebotenen Beschreibungsmittel vermitteln regelmig zwischen der Fhigkeit zur Darstellung von semantischen Modellen der Aufgabenstellung und einer Technologie, die fGr die Realisierung vorgesehen ist. So zielt etwa die ER-Modellierung ziemlich geradlinig auf eine Realisierung mit Hilfe relationaler Datenbanken, whrend fGr objektorientierte Systeme eine breitere Methodenvielfalt zur VerfGgung steht. In Abhngigkeit von der Aufgabenstellung mit ihren ggf. speziellen Erfordernissen und der im Zielsystem schlielich verfGgbaren Technologie mGssen geeignete Methoden fGr die Modellierung ausgewhlt werden. Der Informatiker muss hier Gber erhebliche Methodenkompetenz und ein gewisses, auch perspektivisches, Methodenrepertoire verfGgen.4#- 4|-- Gegenwrtig existiert auf dem Markt eine nicht mehr Gberschaubare Vielfalt von Visualisierungstechniken. Anstelle einer eklektizistischen Aneinanderreihung verschiedener Basistechniken bzw. Darstellungstechniken ist das Allgemeine und Grundstzliche der Objekt-, Daten-, Funktions-, Beziehungs- und Prozemodellierung zu behandeln.#- /2k0k0Ԍ|-- Wichtiger noch als konkrete Beschreibungsmittel ist die dahinterstehende und in den Methoden meist nur oberflchlich abgehandelte Konstruktionslehre. Hiermit sind nicht die Vorgehensmodelle nach Wasserfallmanier gemeint. Im Vordergrund stehen vielmehr z. B. Hilfestellungen bei der L?sung hufig auftretender Designprobleme, die heute als Design-Patterns und Frameworks oft nur in den Wortschatz von Softwareentwicklern eingefGgt sind.#- Das Studium der Wirtschaftsinformatik muss auf diesem wesentlichen Gebiet der Systemmodellierung eine erhebliche Methodenkompetenz vermitteln. Dabei besitzt die DurchfGhrung konkreter Projekte in Kooperation mit der Wirtschaft einen groen Stellenwert.  P  2.3.2.6Dokumente und Information Retrieval Neben Informationen in formatierter (d.h. "datenbankfhiger") Form spielen in natGrlicher Sprache geschriebene Dokumente eine wichtige Rolle. Rein elektronisch existierende Dokumente werden in Zukunft neben elektronisch erstellten, papiergebundenen Dokumenten eine immer gr?ere Rolle spielen. UnterstGtzt wird diese Entwicklung derzeit (1997) durch den Internet-Boom und die damit verbundene massenhafte Erzeugung elektronischer Dokumente. Ziel ist es, Studierende mit Informatik-Methoden zur Gestaltung, Normung, Verwaltung und Retrieval von, auch multimedialen, Dokumenten vertraut zu machen. Von Bedeutung sind insbesondere elektronische Dokumente, die sich direkt an den Kunden bzw. Geschftspartner wenden und somit auch wichtig fGr die Auendarstellung eines Unternehmens sind. Techniken des Information Retrieval werden verwendet, um Dokumente wiederzufinden. Einen Anwendungsschub erleben IR-Verfahren derzeit durch die Suchmaschinen des Internet. Ergebnis eines Suchvorgangs ist entweder die gewGnschte Information selbst oder eine Referenz auf diese. IR-Verfahren gehen dabei Gber klassische Datenbankabfragesprachen hinaus. Von Bedeutung sind die Techniken der Darstellung, Selektion, Konfiguration, Speicherung und der Wiederauffindung komplex strukturierter Informationseinheiten und ihre Anwendung in den jeweiligen betrieblichen Einsatzbereichen.  P  2.3.2.7Aufwandsschtzungen, Wirtschaftlichkeitsanalysen Zum elementaren Handwerkzeug des Wirtschaftsinformatikers geh?rt die Entscheidungsvorbereitung im Hinblick auf ?konomische Ziele. Dementsprechend mGssen Aufwandsschtzungen und Wirtschaftlichkeitsanalysen auf der Basis von Investitionsrechnungen auf operationaler wie auf konzeptioneller Ebene intensiv eingeGbt werden.  P#'  2.3.3Methodik der Wirtschaftsinformatik  P(  2.3.3.1Systementwicklung Im Interesse einer sach- und benutzeradquaten, wirtschaftlichen und zGgigen Systementwicklung sollen die Studierenden lernen, die Komplexitt moderner Anwendungssysteme und ihrer Entwicklung zu beherrschen. Im Rahmen von Projektgruppen sind Anwendersoftware-L?sungen fGr betriebswirtschaftliche Aufgabenstellungen unter Einbeziehung geeigneter Methoden und Werkzeuge bzw. unter Anwendung von konkreten Softwareentwicklungssystemen zu realisieren. Nicht zuletzt sind die Aneignung bzw. Erweiterung derT/2k0k0 Fhigkeiten zur Teamarbeit und die Ausprgung der Kommunikationsfhigkeit fGr die Studierenden weitere Ziele dieser Ausbildung.  P  2.3.3.2Informationsmanagement Die stndig zunehmende Bedeutung der Informationstechnologie hat dazu gefGhrt, da das Informationsmanagement (IM) zu einer entscheidenden unternehmerischen und betrieblichen Aufgabe geworden ist. Ziel des IM ist es, die Potentiale der Informationstechnologie zu erkennen und in Geschftsl?sungen umzusetzen. Informationsmanagement kennzeichnet einen Management-Ansatz, in dessen Mittelpunkt die wirtschaftliche Versorgung betrieblicher Stellen mit Informationen steht, die zum Erreichen der Unternehmensziele beitragen. Dabei sollen sowohl Schwachstellen bei der Abwicklung von Unternehmensfunktionen durch den Einsatz der Informationsverarbeitung Gberwunden als auch Chancen zur Verbesserung der Wettbewerbsposition mit strategischen Informationssystemen genutzt werden. Als Funktionen des Informationsmanagement lassen sich unterscheiden: die Analyse von Informationsbedarfen, Untersuchungen zur Befriedigung der Informationsbedarfe mit Hilfe der Informationstechnik, die mittel- bis langfristige Planung der Informationsverarbeitung, die Planung globaler Daten- und Funktionsarchitekturen, die Planung zur Beschaffung und EinfGhrung von Informationstechnologie sowie die Wirtschaftlichkeitskontrolle der betrieblichen Informationsversorgung. Die meisten Arbeiten zum Problembereich Informationsmanagement orientieren sich an den in der betrieblichen Realitt beobachtbaren technologischen, ?konomischen und strukturellen Vernderungen von Informations- und Kommunikationsprozessen und geben Empfehlungen, wie das Management auf diese Vernderungen reagieren bzw. wie es diese Vernderungen aktiv gestalten sollte. Im Sinne des Schlagwortes "Von der Unternehmensstrategie zur Informatikstrategie" muss als Kern des Informationsmanagement heute jedoch fast ausschlielich die Umsetzung der Unternehmensstrategie in eine Informatikstrategie angesehen werden, d.h. beide Strategien sollten im Ergebnis konform und widerspruchsfrei sein. Es sollen umfassende Kenntnisse zur Informationstechnologie (IT) in Unternehmen vermittelt werden. Das betrifft einerseits die Architektur von Geschftsprozessen und Informationssystemen (IS) in ihrer wechselseitigen Bedingtheit und andererseits Methoden zur Gestaltung solcher Systeme. Einen besonderen Schwerpunkt bilden dabei die komplexen Wechselbeziehungen zur Unternehmensstrategie und den daraus abzuleitenden Architekturen. Erforderlich wird die Vermittlung von Kenntnissen zur betrieblichen Geschftsprozeabwicklung (aus informationeller Sicht relevante betriebswirtschaftliche Inhalte, organisatorische Abwicklung, prozetypische Anforderungen an die und Wechselwirkungen mit der Anwendersoftware, Struktur und Flu der betriebswirtschaftlichen Datenobjekte) und zur modellmigen Abbildung der Geschftsprozesse (Daten-, Funktions-, Organisationsstruktur und Ablaufsteuerung) auf der Ebene des betriebswirtschaftlichen Fachkonzeptes. -2k0k0  P  2.3.3.3Management von IV-Projekten Das Management von IV-Projekten besteht aus der Projektorganisation, Projektplanung und Projektsteuerung fGr Projekte in der Informationsverarbeitung. Dazu geh?ren Kenntnisse Gber unterschiedliche Managementtechniken wie auch Kenntnisse der Organisationssoziologie. Ein Gberaus groer Anteil an DV-Aktivitten in der Praxis hat Projektcharakter. Die Absolventen der Wirtschaftsinformatik werden bei Eintritt in das Berufsleben hufig sofort mit IV-Projekten konfrontiert, zumeist als Projektmitglied, spter auch als Projektleiter bzw. Projektleiterin. Die Darstellung der Managementtheorie soll Wirtschaftsinformatiker befhigen, im Rahmen der Projektverantwortung kompetente Entscheidungen zu treffen.  P  2.3.4IV-Anwendungen / IS-Anwendungen In diesem Themenkomplex wird einerseits das betriebswirtschaftliche Grundlagenwissen angewendet und vertieft und andererseits kommen Kenntnisse der Informatikausbildung integriert zur Anwendung. Schwerpunkt ist die praxisbezogene Vermittlung von Kenntnissen Gber Prinzipien, Methoden und Verfahren der informationstechnologischen Analyse und Umsetzung betriebswirtschaftlicher Sachverhalte und Aufgaben mittels Anwendungssoftware. Diese generelle Zielstellung wird im einzelnen durch folgende Schwerpunkte und Aufgaben weiter unterstGtzt: |-- RechnergestGtzte Umsetzung abgegrenzter betrieblicher Aufgabenstellungen in funktionalen Unternehmensbereichen mittels integrierter Standardsoftware#- |-- Konzipierung und rechnergestGtzte Gestaltung durchgngiger integrierter DV-L?sungen fGr unternehmensorientierte bereichsGbergreifende Aufgaben Gber offene modulare Softwarekonzepte: Customizing betrieblicher DVA#- |-- Zielgerichtete Aufbereitung und Auswertung existenter Datenbestnde (z. B. Data Warehouse) Gber alle Funktions- und Managementebenen zur Gestaltung von MIS/EIS durch Nutzung von Datenbank/Datenkommunikationssystemen (DB/DC) und OfficeSystemen#- Bei der Realisierung dieser Aufgaben hat der Studierende zu erkennen, welche Probleme und Ttigkeiten ihn in seinem zukGnftigen Wirkungsbereich als Wirtschaftsinformatiker erwarten, die entweder selbstndig oder in Teamwork mit dem Anwender und Softwarehaus zu l?sen sind. Im Vordergrund stehen dabei die Aspekte der Auswahl und Anwendung moderner Informationstechnologien und marktrelevanter Softwareprodukte. Bezugnehmend auf die typischen kunden- und auftragsorientierten Funktionen eines Unternehmens werden Fragen der Einsatzvorbereitung und des Customizing markrelevanter Anwendungssoftwaresysteme analysiert und trendorientierte Informationstechnologien fGr den betrieblichen Einsatz vorgestellt. Aus den Anforderungen zur Projektierung unternehmensweiter, offener, modularer DVAnwendungen ergibt sich die Notwendigkeit der Nutzung integrierter Softwaresysteme. Ziele der Ausbildung sind dabei die umfassende Integration technischtechnologischer DVSysteme(CA/CIL?sungen) mit den administrativen und strategischen DV-Anwendungen in den unterschiedlichen Unternehmensbereichen, sowie das Kennenlernen von Architekturvarianten beim Aufbau verteilter Systeme (u. a. Mehrschichtenarchitektur, Middleware). .2k0k0  P  2.3.5Basisgebiete fGr die Wirtschaftsinformatik  P  2.3.5.1Methodik des wissenschaftlichen Arbeitens Diese grundstzliche und fGr jedes Studium selbstverstndliche Anforderung wird hier nicht weiter erklrt.  P1  2.3.5.2Rechtliche Aspekte der Wirtschaftsinformatik Die Wirtschaftsinformatik berGhrt wichtige Bereiche des Zivilrechts. Deshalb mGssen insbesondere die Grundlagen des Vertragsrechts eingehend vermittelt werden. Daneben ist eine EinfGhrung in die juristische Methodik erforderlich, denn nur auf einem ausreichend sicheren und breiten rechtlichen Fundament und nur mit Hilfe des juristischen Instrumentariums lassen sich spter die zu erwartenden Rechtsentwicklungen (Schutz von unterschiedlichen RechtsgGtern statt einheitlichem Informationsrecht, verstrkte Anwendung des Privatrechts) im Bereich der Wirtschaftsinformatik selbstndig verstehen und einordnen.4 4Die gesetzliche Verpflichtung der Unternehmen zum Schutz sensibler Daten in allen computerunterstGtzten Arbeitsgebieten und -ablufen sowie deren Fberwachung durch interne und externe Aufgabentrger ist zu vermitteln. Es sind die rechtlichen Regelungen, die auf den Schutz von Pers?nlichkeitsrechten abzielen (Bundesdatenschutzgesetz), die Anforderungen an betriebliche Datenschutzbeauftragte und schlielich die organisatorischen und technischen Manahmen zur Erzielung von Datenschutz und Informationssicherheit darzustellen. Dabei dominieren Rechtsflle aus der Praxis der Informationsverarbeitung in der Wirtschaft, anhand derer die aktuelle Rechtslage unter Nutzung der juristischen Informationssysteme erlutert und diskutiert wird, wie sie sich aus Gesetz und Rechtsprechung ergibt.  P  2.3.5.3Volkswirtschaftliche und gesellschaftliche Aspekte Der Wirtschaftsinformatiker sollte in der Lage sein, die Entwicklung der Informationstechnologie zu gesamtwirtschaftlichen Aspekten in Beziehung zu setzen. Dabei wird weniger die Vermittlung bestimmter Kenntnisse im Vordergrund stehen, sondern es wird vorwiegend darum gehen, Fragestellungen aufzuzeigen, die die Auswirkungen der Informationstechnologie auf unterschiedliche Bereiche der Gesellschaft betreffen.  P"  2.3.5.4Rhetorik und Prsentationstechnik Die studierenden Teilnehmer lernen grundlegende Techniken der Prsentation, Motivation und Durchsetzung kennen und sollen sie in konkreten Situationen anwenden k?nnen.  P;(  2.3.5.5Wirtschafts-Fremdsprachen Im Hinblick auf den Arbeitsmarkt Europa und die weltweiten internationalen Verflechtungen, aber auch auf Grund der Bedeutung in Grenzgebieten sollten Wirtschaftsinformatiker die englische Sprache in Wort und Schrift flieend beherrschen, um kommerziell ausgerichtete Gesprche fGhren und Schriftstze anfertigen zu k?nnen. Zustzlich sollten speziell informatikorientierte Anteile der englischen Sprache verstanden und selbstverstndlich benutzt werden. Wahlweise sollte eine zweite Sprache hinzukommen..2k0k0  Y  3-- Literatur  Y-_ Y y [ACM-96]O ACM Computing Surveys (Hrsg.): Perspective in Computer Science (Schwerpunktthema). ACM 50th-Anniversary Symposium. ACM Computing Surveys 28 (1996)# [Amberg-96]O Amberg, M., Raue, H.: Architekturen betrieblicher Informationssysteme. Eine Berschreibungsform fGr Informationssytem-Architekturen. GI-AK 522, 1996# [Bischoff-90]O Bischoff, R.: Wirtschaftsinformatik an Fachhochschulen, 1. 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Aufgaben Konzepte Praxisl?sungen, GablerVerlag, Wiesbaden 1993# t/2k0k0  Y  4 AbkGrzungsverzeichnis  CAD Computer-Aided Design CAM Computer-Aided Manufacturing CASE Computer-Aided Software-Engineering CBT Computer Based Training CIM Computer-Integrated Manufacturing CSCW Computer-Supported Cooperative Work DSS Decision-Support-Systeme ERM Entity-Relationship-Modelling IIV individuelle Informationsverarbeitung IM Informationsmanagement IS Informationssystem IT Informationstechnologie IV Informationsverarbeitung MIS Management-Informations-Systeme PPS Produktions-Planung und Steuerung RT Real-Time-Erweiterung von Structured Analysis SA Structured Analysis SD Structured Design y%2k0k0  g  a+ Autorenverzeichnis ă Erarbeitet von den Mitgliedern des Ausschusses des AKWI "Wirtschaftsinformatik an Fachhochschulen der fachliche Rahmen" Y yYg y Prof.Dr. R. Bischoff, Fachhochschule Furtwangen, HTW Prof.Dr. A. Klages, FH Fulda Prof.Dr. J. A. MGller, HTW Dresden Prof.Dipl.Kfm. Th. MGller, FH Flensburg Prof.Dr. J. Raasch, FH Hamburg (Sprecher) FH Hamburg, Berliner Tor 3, 20099 Hamburg Telefon dienstlich: 040/24883195 email: 1003263706@compuserve.com Prof. Dr. H. Rieder, FH Trier  O& Arbeitskreis Wirtschaftsinformatik an Fachhochschulen (im FBTI) Sprecher: Prof. Dr. R. Bischoff, Furtwangen email: bischoff@fhfurtwangen.de Tel. +49 7723920(0)184 Fax: +49 7723920610 4FH Furtwangen, Hochschule fGr Technik und Wirtschaft Gerwigstrae 11, 78120 Furtwangen4 +2k0k0  g  a( Schriftenreihe des FBTI ă Yg yY y 08/85Freytag, J.: Memorandum Gber Stand und Entwicklungsm?glichkeiten der Informatik an Fachhochschulen. 1. Aufl. 1985# 02/86Freytag, J.: Memorandum Gber Stand und Entwicklungsm?glichkeiten der Informatik an Fachhochschulen. 2. Aufl. 1986# 08/90Freytag, J.: Memorandum Gber Stand und Entwicklungsm?glichkeiten der Informatik an Fachhochschulen. 3. Aufl. 1990# 09/90Bischoff, R.: Wirtschaftsinformatik an Fachhochschulen: Studium, Angewandte Forschung und Transfer. Berlin et al.: Springer 1990# 01/92Bischoff, R.: Wirtschaftsinformatik an Fachhochschulen: Studium, Angewandte Forschung und Transfer. 2. Aufl. Berlin et al.: Springer 1992# 08/92Freytag, J.: Memorandum Gber Stand und Entwicklungsm?glichkeiten der Informatik an Fachhochschulen. 4. Aufl. 1992# 11/92Christaller, G.: StudienfGhrer Informatik an Fachhochschulen in den neuen Bundeslndern. 1992# 12/93Freytag, F.: Fachhochschulen mit Informatikstudiengngen. 1993# 02/94Witt, K.U.: Kooperationen mit auslndischen Hochschulen. 1994# 12/94Fachbereichstag Informatik an Fachhochschulen (Hrsg.): Zur Problematik des Mittelbaus an Fachhochschulen. Ausschusprecher: Freytag, J. 1994# 02/95Freytag, J.: Memorandum Gber Stand und Entwicklungsm?glichkeiten der Informatik an Fachhochschulen. 5. Aufl. 1995# 06/95Bischoff, R. (Hrsg.): Studien und ForschungsfGhrer Informatik, Technische Informatik, Wirtschaftsinformatik an Fachhochschulen. 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