In der Diplomarbeit soll der Studierende in eigenverantwortlicher Projektarbeit zeigen, daß er in der Lage ist, die im Studium erlernten Inhalte selbständig mit wissenschaftlicher Fundierung auf eine praktische Problemstellung anzuwenden. Diplomarbeiten sollten vorzugsweise in der/mit der Berufspraxis (bei wissenschaftlicher Fundierung) anwendungsorientierte/praxisorientierte Fragestellungen zur Lösung konkreter praktischer Probleme beinhalten. Für die Bearbeitungszeit der Diplomarbeit fordern der \ und der prinzipiell 6 Monate, da andernfalls keine Leistungen zu erzielen sind, die diesem Abschluß gerecht würden. Die fachliche Betreuung der Diplomandinnen und Diplomanden in der betrieblichen Praxis erfordert einen hohen persönlichen, zeitlichen Aufwand durch die Professoren, der mit dem Betreuungsaufwand für Diplomarbeiten an der Hochschule vergleichbar ist.
Die Untersuchung hat ergeben, daß der durchschnittliche Aufwand für die Diplomarbeitsbetreuung und damit der Curricularanteil derzeit etwa zwischen 0,2 bis 1,0 pro Studierenden beträgt. Dieser große Unterschied ergibt sich aus der Tatsache,
daß die Ministerialbürokratie offensichtlich die besondere Bedeutung von Diplomarbeiten nicht erkannt hat.
Da nicht alle Betriebe und Institutionen über das entsprechende Know-how der Hochschule verfügen, müssen in einigen Fällen Diplomarbeiten in den Laboratorien beziehungsweise im Know-how-Bereich der Hochschule durchgeführt werden. Ferner werden zur Aufrechterhaltung des hohen Niveaus der apparativen Ausstattung der Laboratorien selbst auch Diplomarbeiten vergeben. Der Betreuungsaufwand für Diplomanden ist daher gleichermaßen sehr hoch, so daß ein Curricularanteil von 1,0 \ unabdingbar ist.